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+ + + Start Vorverkauf am 27. März 2017 + + +

Produktion 2017

Textfassung Gisela Widmer, nach Gerhart Hauptmann
Regie Livio Andreina
Ausstattung Anna Maria Glaudemans
Musik Bruno Amstad
Lichtdesign/Ton Martin Brun

Spielort Ramstein Schüür (vis-à-vis All'Aria-Park)
Aufführungen vom 7. Juni bis 15. Juli 2017, jeweils 21.00 Uhr

Aus heit’rem Spass wird bitt’rer Ernst
„Mit Spass ist nicht zu spassen“, sagt der Narr am Ende des Stücks; nachdem der Landstreicher Jau wie ein wildgewordener Stier durch die höfische Gesellschaft gerast war und nur ein schnell verabreichter Beruhigungstrunk noch Schlimmeres verhindern konnte.

Diese vom Narren vorgetragene Kernaussage ist im Stück „Schluck und Jau“ eingepackt in eine turbulente Komödie: Eine höfische Gesellschaft langweilt sich gar fürchterlich und bedient sich zweier Landstreicher, um etwas Leben ins Schloss zu bringen. Zu diesem Zweck wird der sturzbetrunkene Jau in ein Himmelsbett gelegt, und als er aufwacht, wird ihm versichert, der Fürst persönlich zu sein. Was er glaubt … Derweil Jau’s Freund, der herzensgute Schluck, versucht, seiner Rolle als Fürstin mehr als gerecht zu werden. Die höfische Gesellschaft lacht sich krumm und schief – bis aus dem lustigen Spiel bitterböser Ernst wird.

Die Komödie des schlesischen Literatur-Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann (1862 bis 1946) ist von märchenhafter Schönheit, grandiosem Witz und viel Tiefgang; dennoch wird sie selten gespielt. Unter anderem darum, weil das Original ausufernd ist und die Figuren nicht stringent gezeichnet sind. Hier habe ich bei der Adaption angesetzt. Und zudem die Dialoge – unter Beibehaltung von Hauptmanns Versmass - ins Luzerndeutsche übersetzt.

Nur zu aktualisieren brauchte ich das Stück nicht: Es gibt momentan auf der Welt genügend „Fürsten“, die mit dem Volk ihr Spiel treiben.

Gisela Widmer, Autorin